Bienwachskerzen

Wusstest Du, dass Bienenwachs zur Zeit des Mittelalters teurer war als Honig? 

Der Grund: Bienenwachs und die daraus gemachten Kerzen waren damals das einzige Leuchtmittel.

 

Die meisten Kerzen die heute im Handel erhältlich sind, bestehen entweder aus Paraffin, einem Nebenprodukt das beim Raffinieren von Erdöl entsteht oder Stearin, das meist aus pflanzlichem Palmöl der Regenwälder gewonnen wird.

 

Eine Alternative stellen Kerzen aus Bienenwachs dar. Das Wachs aus dem Bienenstock muss vom Imker in regelmäßigen Abständen aus hygienischen Gründen abgetragen werden. Dies ist ein natürlicher Prozess in der Imkerei.

Damit das entnommene Wachs zur Weiterverarbeitung für Kerzen geeignet ist, muss es zunächst gereinigt werden, um Rückstände wie Propolis und Honigreste im Wachs zu entfernen, andernfalls würde es zur Russ- und Geruchsbildung führen und ein regelmäßiges Abbrennen der Kerze verhindern.  

 

Was benötige ich?

  • Silikon Gießform nach Wahl

  • Gereinigtes Bienenwachs (für die leichtere Dosierung verwende am besten Pastillen), Die benötigte Menge ist abhängig von Deiner Silikonform. 

  • Kerzendocht (Dochtstärke und -länge abhängig von Kerzengröße)

  • Hitzeunempfindliches Behältnis für Wasserbad.

Arbeitsfläche vorbereiten

Da bei der Herstellung von Kerzen auch mal ein paar Tröpfchen danebengehen können, legst du die Arbeitsfläche am besten mit Backpapier aus.

Wachs, sobald es einmal aus dem Wasserbad genommen wird, trocknet relativ schnell. Stelle also sicher, dass Deine Materialien wie die Silikonform griffbereit auf der Arbeitsfläche liegen. 

 

Info

Solltest Du größere Kerzen gießen wollen, ist der Ablauf des Kerzengießens identisch mit der Herstellung von Teelichtern. Die Aushärtephase dauert länger und kann bis zu einige Tage dauern.

Als Form eignen sich spezielle Kerzenformen, ideal sind solche aus Silikon. Je nach Kerzendicke muss eine andere Dochtstärke gewählt werden. 

 

Tipp

Gelingt die Kerze einmal nicht, da sich Hohlräume gebildet haben, ist das nicht schlimm. Das Wachs kann jederzeit wieder eingeschmolzen werden. Der Docht sollte jedoch kein zweites Mal verwendet werden.

Bienenwachs schmelzen

Gib das Bienenwachs nun in ein hitzeunempfindliches Behältnis und lass es im Wasserbad bei geringer bis mittlerer Hitze langsam schmelzen. Das Wachs sollte auf keinen Fall kochen, es schmilzt bereits bei 60°.

Nägel an Silikonform abringen 

Damit Du später den Doch einfädeln kannst, bringe die Nägel an der Silikonform an (siehe Foto links). Sie helfen Dir später auch, die Kerze aus der Form zu heben.

Eine andere Variante bieten spezielle Dochthalter aus Metall. Diese werden in die Kerzenform gestellt und lassen ein Loch in der Mitte der Kerze für den Docht.

Kerzen gießen

Sobald das Wachs vollständig geschmolzen ist, kannst Du mit dem gießen der Kerzen beginnen. Gegossen wird das Wachs mit einer Temperatur zwischen 70° und 77°.

Gieße das flüssige Wachs bis zum Rand in die Formen. Achte darauf, das Wachs gleichmäßig in die Form zu gießen, denn wenn du zwischenzeitlich absetzt, ist das später an der fertigen Kerze sichtbar. Sobald sich das Wachs erhärtet nimmt auch die Größe der Kerze ein wenig ab, gieße in diesem Fall kein Wachs nach, weil es unschöne Ränder an der fertigen Kerze hinterlässt. 

Abkühlen des Wachses

Lasse die Kerze langsam bei Zimmertemperatur abkühlen. Im Fall von Teelichtern kannst Du die Kerzen nach rund 15 Minuten aus der Silikonform entnehmen. Bei größeren Kerzen erlaube entsprechend mehr Zeit.

Ziehe nun die Kerze vorsichtig am Nagel aus der Silikonform. Den Nagel anschießend aus der Kerze entfernen. 

Docht einfädeln

Verwende bei der Kerzenherstellung am besten Dochte für Bienenwachs, diese transportieren das geschmolzene Wachs optimal zur Flamme.

Lass bei der Kerzenherstellung lieber ein zu großes Stück Docht herausschauen, der Docht kann später gekürzt werden. Mache die erste Brennprobe erst, wenn die Kerze auch vollständig ausgehärtet und erkaltet ist.

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