Die Bienenkönigin

Ohne die Bienenkönigin kein Bienenvolk. Doch auch die Königin hat Pflichten. Diese sind allerdings so speziell, dass nur sie dazu in der Lage ist. Und ihren Stachel? Den benötigt die Königin nur ein einziges Mal im Leben.

Rein optisch unterscheidet sie sich von den Arbeiterbienen vor allem durch ihre Größe. Der Körper der Bienenkönigin ist deutlich länger und wird im Laufe ihres Lebens – was bis zu fünf Jahre dauern kann – ein wenig dicker.

 

In der Natur erfüllen Bienen viele Aufgaben. Sie sind einer der wichtigsten Bestäuber auf der ganzen Welt und tragen zum Erhalt vieler Pflanzen bei. Dabei ist die Königin die einzige geschlechtsreife weibliche Biene in einem Bienenstaat – und sie hat wichtige Pflichten zum Fortbestand des Bienenvolks zu erfüllen.

Drei wichtige Aufgaben der Bienenkönigin

Eine der wichtigsten Aufgaben der Bienenkönigin ist es, Eier zu legen und so den Fortbestand des Volkes zu sichern. Doch die Bienenkönigin ist nicht nur mit der Fortpflanzung beschäftigt. Sie steuert über die Abgabe von Botenstoffen, den sogenannten Pheromonen, die gesellschaftliche Ordnung im Bienenstock.

Ordnung halten:

Durch die Königinnensubstanz – eine physiologische Droge – wird die Fruchtbarkeit der Arbeiterbienen gehemmt. Der Duftstoff sorgt außerdem dafür, dass der Bienenstaat beisammen bleibt. Wird die Substanz nicht mehr ausgeschüttet, erkennen die übrigen Bienen, dass es an der Zeit ist, eine neue Königin heranzuzüchten. 

Paarungszeit:

Die Arbeit der Bienenkönigin beginnt bereits ein bis zwei Wochen nach ihrer Geburt. Mindestens einmal bricht die Königin zu sogenannten Drohnensammelplätzen auf und paart sich dort mit bis zu zwölf Drohnen. Darunter befinden sich auch Drohnen aus fremden Völkern, die sie mit ihrem Duftstoff anlockt. Dieses Ritual wird Hochzeitsflug genannt. Dabei nimmt sie bis zu zehn Millionen Spermien auf, sodass diese für ihr gesamtes Leben ausreichen. 

Nachwuchs:

Nach der Befruchtung geht es an die wichtigste aller Aufgaben der Königin: Eier legen. Und zwar bis zu 2.000 Stück täglich. Aus befruchteten Eiern schlüpfen Arbeiterinnen und aus den unbefruchteten die Drohnen. Wenn der Samenvorrat zur Neige geht, nimmt der Anteil unbefruchteter Eier zu. Auch das signalisiert dem Bienenvolk, dass die Zeit der Bienenkönigin langsam abläuft und sie sich um eine Nachfolgerin kümmern müssen.

Wie wird eine Biene zur Bienenkönigin?

Sobald sie feststellen, dass eine neue Königin benötigt wird, machen sich die Arbeiterbienen daran, neue Königinnen aufzuziehen. Meistens handelt es sich dabei um mehrere Jungköniginnen.

Die Sonderbehandlung der zukünftigen Königinnen beginnt schon im Larvenstadium. Sie leben im Gegensatz zu den übrigen Larven, die in waagerechter Lage aufgezogen werden, in aufrecht stehenden Wabenzellen, auch Weiselzellen genannt. Sie werden außerdem nicht mit Nektar gefüttert, sondern mit dem Gelée Royale, einem speziellen Futtersaft aus den Kopfdrüsen der Arbeiterbienen. 

Nachdem sie geschlüpft sind, wird der Stachel zum ersten und letzten Mal eingesetzt: Begegnen sich die Jungköniginnen im Nest, kommt es zum tödlichen Kampf. Doch ihren Status muss die Bienenkönigin auch durch Erfüllung ihrer Aufgaben untermauern. Erst wenn sie sich mit mehreren Drohnen gepaart hat, wird sie als Königin akzeptiert. 

Was passiert, wenn keine Nachfolgerinnen da sind?

Sollte es dazu kommen, dass die Weiselzellen sterben oder verloren gehen, nachdem die alte Königin gestorben oder zu einem neuen Ort geschwärmt ist und es keine Eier oder Larven mehr gibt, ist das Volk dem Untergang geweiht. Die Arbeiterinnen werden zu Drohnenmütterchen. Das heißt, sie legen unbefruchtete Eier, aus denen wiederum nur die männlichen Drohnen schlüpfen. Das Bienenvolk geht so nach und nach ein. 

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